Von diesem Schreibtisch aus wird richtig Business gemacht. Denn Julian von Westberg nutzt das Coworking im LAGARDE1 um sein Unternehmen toOrdr weiterzuentwickeln. Und das Konzept kommt an: Rund 1.500 Essen im Monat und insgesamt über 50.000 Mahlzeiten wurden bereits über toOrdr vermittelt.
Julian von Westberg ist Gründer von toOrdr und Coworker im LAGARDE1. Was ursprünglich als digitale Vorbestellplattform für Bäckereien, Metzgereien und andere Betriebe startete, hat sich zu einer Lösung für eine ganz andere Herausforderung entwickelt: Wie bekommen Mitarbeitende ein gutes, warmes Mittagessen, wenn es im Unternehmen keine eigene Kantine gibt?
Die Antwort von Julian: eine digitale Plattform, die Unternehmen mit lokalen Gastronomen verbindet. Und genau daran arbeitet er heute aus dem LAGARDE1 heraus.
Eine Idee, die aus einer alltäglichen Frage entstand
Eine Mittagspause gibt es fast überall. Ein gutes Mittagessen allerdings nicht unbedingt. Denn viele Unternehmen haben keine eigene Kantine und der Betrieb einer solchen ist gerade für kleinere und mittlere Unternehmen oft keine realistische Option. Gleichzeitig suchen Restaurants, Großküchen und Caterer nach zusätzlichen, planbaren Absatzmöglichkeiten für ihre Mittagsangebote.
Hier setzt toOrdr an: Unternehmen ohne eigene Kantine können ihren Mitarbeitenden über die Plattform frische Mittagessen von lokalen Partnerbetrieben anbieten. Die Beschäftigten bestellen digital, während toOrdr die Bestellungen bündelt und für Unternehmen und Gastronomen übersichtlich organisiert.
Vom Ingenieur zum Gründer
Der Weg von Julian von Westberg ins Unternehmertum war nicht unbedingt der klassische Startup-Weg. Nach seinem Studium arbeitete der gebürtige Franke als Ingenieur in der Automobilindustrie unter anderem bei Porsche und Bosch. Parallel entwickelte er seine Idee für toOrdr weiter und brachte die Plattform zunächst neben seinem Beruf zur Marktreife.
Schon damals stand eine einfache Idee dahinter: Vorbestellen, digital bezahlen und dadurch Wartezeiten reduzieren. Aus dieser ursprünglichen Idee entwickelte sich Schritt für Schritt das heutige Geschäftsmodell.
Dass das Konzept funktioniert, zeigen die aktuellen Zahlen: Über 50.000 Mahlzeiten wurden bereits über toOrdr vermittelt, rund 1.500 Essen werden inzwischen pro Monat abgewickelt.
So funktioniert toOrdr
Das Prinzip hinter toOrdr ist schnell erklärt:
1. Unternehmen melden sich an
Jedes Unternehmen erhält einen eigenen Zugang. Mitarbeitende können dort die aktuelle Speisekarte einsehen und ihr Mittagessen bestellen.
2. Mitarbeitende bestellen digital
Die Bestellung erfolgt unkompliziert über App oder Web-Shop. Je nach Modell können auch Arbeitgeberzuschüsse und Budgets berücksichtigt werden.
3. Gastronomen erhalten gebündelte Bestellungen
Statt vieler einzelner Bestellungen erhalten die Partnerbetriebe eine strukturierte Übersicht darüber, was für welche Firma benötigt wird. Das erleichtert die Planung und Produktion.
4. Das Mittagessen kommt gemeinsam ins Unternehmen
Die Mahlzeiten werden zu einem vereinbarten Zeitpunkt an einem zentralen Abgabepunkt bereitgestellt. So entsteht eine Art digitale, flexible Kantine – ohne dass das Unternehmen selbst eine Kantine betreiben muss.
Für Gastronomen bietet das Modell dabei einen weiteren Vorteil: Sie können zusätzliche Firmenkunden gewinnen und ihre Küche gerade zu einer Zeit auslasten, in der die Kapazitäten häufig noch nicht vollständig genutzt werden. toOrdr setzt dafür auf eine Provision von 4,9 Prozent (ohne Grundgebühr oder Einrichtungskosten).
Gründen mit dem LAGARDE1 im Rücken
Als Coworker bei uns im Haus profitiert Julian von weit mehr als einem Schreibtisch: „Das LAGARDE1 bietet mir den idealen Raum, um als Gründer zu wachsen: Fokus auf meine Arbeit für toOrdr, ein tolles Umfeld und ein starkes Netzwerk.“
Es muss für Gründer:innen nämlich nicht immer ein eigenes Büro sein. Denn auch das Coworking bietet einen professionellen Arbeitsplatze, eine passende Infrastruktur und gleichzeitig die Chance, mit anderen Unternehmen, Startups und Menschen aus dem regionalen Gründungsökosystem in Kontakt zu kommen.
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